Das “normale” Weggehen sieht ueblicherweise so aus, dass man sich schon recht frueh am Abend in einem dieser Fast-Food-Lokale auf eine “Soda” (Cola, Fanta, Sprite,…) trifft (einen genauen Finanzplan fuer den Abend bekommt man per Rundmail vorab schon aufgelistet) – und zwar weil diese Lokale generell billig und Soda das einzig leistbare (neben Chips = Pommes) ist. Dann versucht man, den Abend so kurz wie moeglich zu halten um so frueh wie moeglich wieder nach Hause zu kommen. Je spaeter umso gefaehrlicher ist es in Nairobi – selbst die Einheimischen gehen bei Dunkelheit nur sehr ungern ausser Haus. Ein Taxi zu nehmen ist uebrigens ebenso gefaehrlich (auf jeden Fall fuer mich aber auch fuer die Einheimischen selbst), deswegen nimmt man lieber Umwege zu Fuss (durch “sichere” Gegenden – dh. wo an jeder Ecke Securityleute stehen) in Kauf, wobei man als Maedl sowieso niemals ohne maennlicher Begleitung unterwegs sein sollte.
Freitag abend war ich mit Maggie und zwei Freunden aethiopisch Essen. Das erste, das mir auffiel, waren die vielen Waschbecken in nahezu jeder Ecke des Lokals und der Grund war mir war auch bald klar: man isst naemlich ausschliesslich mit der rechten Hand. Grundsaetzlich gibt es Njeri, das ist eine riesige runde Teigscheibe von seltsamer schwammiger Konsistenz, die einen sehr eigenartigen, ungewohnten, aber trotzdem guten Geschmack hat. Basis fuer Njeri ist eine besondere Form von Reismehl. Jedenfalls hat dieses Ding ca. 1m Durchmesser (pro Portion) und ist mit verschiedenen (in meinem Fall Gemuese-) Haeufchen belegt . Man kann Stunden damit verbringen und es ist sehr unterhaltsam – vor allem fuer die Leute, die meine verzweifelten ersten Versuche ohne Besteck beobachtet haben! ;-) Nach einer Zeit und mit ein wenig Uebung hat man es aber bald heraussen und es macht richtig Spass!
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