Montag, 8. September 2008

Bei Elijah's Familie in Aherro

Irgendwann sind wir tatsaechlich noch in Kisumu angekommen und Elijah hat mich eingeladen, in seinem Haus in Aherro zu uebernachten, um das “rural Africa” kennenzulernen. Seine beiden Kinder leben hier mit seiner Nichte in einem kleinen Haeuschen in der Naehe von Kisumu, das Haus hat 2 Schlafzimmer, eine Kueche und ein Wohnzimmer, kein fliessendes Wasser und Latrinen-WC. Im Vergleich zu den Nachbarhaeusern gibt es sogar Strom. Elijahs Nichte Marcelina hat fuer uns noch ein super leckeres Abendessen gekocht – uebrigens ist es offenbar nicht nur in Aethiopien ueblich mit der Hand zu essen – extra fuer mich wurde das Sonntagsbesteck aus dem Schrank geholt, das ausser mir niemand benutzte und wohl vorher auch noch nicht oft benutzt wurde – und wir haben unsere Praesentationen fuer morgen vorbereitet, wobei uns saemtliche Kinder aus der Nachbarschaft ueber unsere Schultern beobachtet haben – Power Point hat dem Fernseher klar den Rang auf der Beliebtheitsskala abgelaufen! Es war jedenfalls wirklich ein besonderes Erlebnis auch wenn mich das hohe Malariarisiko zugegeben etwas gestresst hat – das Dorf lag doch mitten in der Sumpfebene und die Luft voller Moskitos. Aber dank Malarone-Prophylaxe und meinem impraegnierten Moskitonetz habe ich doch einigermassen gut in dem so durchgelegenen Bett geschlafen, dass die Matratze bereits einen Halbkreis bildete, und abgesehen von den grausamen Spinnen bislang keine groeberen Zusammenstoesse mit irgendwelchen gefaehrlichen Wildtieren…! Zum Glueck hatte die Latrine 2 Kaemmerchen zur Auswahl, somit konnte ich auch der Schlange entgehen, die in einer dieser beiden Latrinenhaelften mit einer Spinne (!) kaempfte!

Das “Badezimmer” ist uebrigens ein Raum, der sich von den anderen Raeumen des Hauses nur dadurch unterscheidet, dass er ein Loch in der Wand hat, durch das das Wasser abrinnen kann und “geduscht” wird mit einer grossen Plastikschuessel, auf jeden Fall aber mit Warmwasser, das vorher am Gasherd warmgemacht wird. Jedenfalls eine interessante Erfahrung fuer uns wasserverwoehnte Oesterreicher, mit wie wenig Wasser man trotzdem sauber werden kann! Aufs Haarewaschen habe ich trotzdem verzichtet, vor allem weil Elijahs Nichte das Wasser alleine von der Wasserstelle ins Haus tragen muss.

Elijah mit seinen beiden Kindern:

Die Kueche:

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